INFO 75 Jahre Handball im TuS Bergen
VERANSTALLTUNGSKALENDER
Freitag 01.06.2007
1. Frauen gegen Buxtehuder SV (Frauen Bundesliga)
Anwurf: 19:00 Uhr, Sporthalle „Am Heisterkamp“
Impressionen: Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4 Bild 5
(es sind die Originalbilder hinterlegt)
Samstag 02.06.2007
Jugendturnier in der Sporthalle „Am Heisterkamp“
weibliche A und männliche A ab 15:00 Uhr
Sonntag 03.06.2007
Jugendturnier in der Sporthalle „Am Heisterkamp“
weibliche B und männliche B ab 10:00 Uhr
Samstag 09.06.2007
Jugendturnier in der Sporthalle „Am Heisterkamp“
Minis, weibliche D und männliche D ab 10:00 Uhr
Sonntag 10.06.2007
2. + 3. Herren und 2. Damen
(Anwurfzeiten folgen)
Samstag 16.06.2007
Jugendturnier in der Sporthalle „Am Heisterkamp“
weibliche E und männliche E ab 10:00 Uhr
Sonntag 17.06.2007
Jugendturnier in der Sporthalle „Am Heisterkamp“
weibliche C und männliche C ab 10:00 Uhr
Samstag 23.06.2007
Jubiläumsfete im Berger Stadthaus
Einlass ab 19:00 Uhr
Samstag 14.07.2007
1. Herren gegen „Füchse Berlin“ (Herren Bundesliga)
(Anwurfzeit folgt)
FESTREDE anläßlich des Kommers am 23. Juni 2007: Liebe Handballfreunde, auch ich begrüße Euch zum Kommers anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Handballabteilung des TUS Bergen. Kommers – ich kannte diesen Ausdruck zugegebenermaßen bisher nur vom Schützenfest als einen von vielen Anlässen für die Schützen, schön ein paar Bier zusammen zu trinken. Da ich jedoch nicht im Schützenverein bin, blieb mir die genaue Bedeutung bisher verborgen und so Im Duden steht dazu, das es sich – studentensprachlich - um einen feierlichen Trinkabend handelt. – Folgen wir dieser Definition würde ich sagen: Was soll ich hier ne Rede halten, ich sag mal Prost und wir gehen an die Theke. Alles mit dem Ziel, das wir mit einig gleicher Stimme hinaus gehen in die Welt - vom Kommers der Handballabteilung des TUS Bergen - und euphorisch über den Aber wie ist dieses überdurchschnittliche Interesse am Handball in Bergen begründet? 1932, nur 12 Jahre nachdem die ersten Sportverbände überhaupt den Handball in Ihren Spielbetrieb aufgenommen hatten, wurde die Handballabteilung des TUS Bergen offiziell gegründet. Die Erfolgsgeschichte begann schon im Gründungsjahr: Nach einigen Niederlagen in Freundschaftsspielen (unter anderem gegen Wietzendorf, was heute ja durchaus auch noch mal vorkommt – natürlich nur im Freundschaftsspiel!) wurde gleich im ersten Jahr die erste Meisterschaft und der Aufstieg in die Bezirksklasse errungen. Es folgen die Bezirksmeistertitel 1934 und 35! Das wichtigste Ereignis in dieser Zeit war aber wohl die Wahl von Walter Rodehorst zum Abteilungsleiter am 23. Mai 1955. Walter leitete und gestaltete 40 Jahre lang die Handballabteilung unter Einsatz fast seiner gesamten Freizeit. Sein Name stand in ganz Niedersachsen für den Handball in Bergen und noch heute – über 10 Jahre nach der Beendigung seiner offiziellen Tätigkeit kommt in fremden Hallen immer wieder die Frage: Was macht Walter jetzt eigentlich? Auch meine ersten persönlichen Erinnerungen an den Handball stehen in Verbindung mit Walter Rodehorst: Ich denke einige von Euch werden an den Ohren gezogen in der Luft gebaumelt haben, wenn man mal wieder nicht aufmerksam dem Training gefolgt ist. Seit 1964 steht mit Herwig Baumung ein weiterer Mann im Dienste der Abteilung, der mit riesigem Engagement bis heute insbesondere den weiblichen Jugendbereich förderte. Schon 1968 gipfelten die Erfolge in dem Gewinn der norddeutschen Meisterschaft durch die weibliche A-Jugend. Aus dem weiblichen Jugendbereich gingen auch die wohl größten Talente des Berger Handballs hervor. 1974 wurde Marion Bäumer (heute Heuer) mehrfach in der Jugendnationalmannschaft eingesetzt. Zwischen 1980 und 85 gehörte Susanne Fischer dem Kader auf Landes-, norddeutscher und nationaler Ebene an und wurde in 13 offiziellen Länderspielen eingesetzt. Ich möchte Walter und Herwig an dieser Stelle - wohl im Namen Aller, die dem Berger Handball verbunden sind - für Ihren großen Einsatz danken. In der Historie der letzen 75 Jahre hat es viele Erfolge gegeben, die es wert sind, hier erwähnt zu werden. Alle zu nennen, würde den Rahmen sprengen. Höhepunkt waren sicherlich die 80er Jahre. In der Saison 80/81 nahmen 32 Mannschaften am Spielbetrieb teil - dies wurde in Niedersachsen nur von Wilhelmshaven überboten. Die erste Frauen spielte in diesem Jahr in der Regionalliga Nord. Die Saison 85/86 war wahrscheinlich die erfolgreichste der Berger Geschichte. Wo es durch die Alterklasse bedingt möglich war (Frauen, Männer, weibliche und männliche A- Jugend und männliche B-Jugend) spielten die Mannschaften auf Landesebene. Bei den Jüngeren nahmen die männliche C-, D- und E-Jugend und die weibliche B- und C-Jugend an den Niedersachsenmeisterschaften teil. Die männliche EJugend wurde dabei, wie schon im Jahr zuvor, verlustpunktfrei Kreis-, Bezirks- und Niedersachsenmeister. 2 Jahre später, als männliche D-Jugend, durfte diese Truppe an der inoffiziellen deutschen Meisterschaft teilnehmen, wurde Dritter und verlor nur (mit einem Tor Unterschied) gegen die Heimmannschaft und späteren deutschen Meister TV Holzheim. Einzig die Männermannschaft trübte (nach vielen erfolgreichen Jahren) das Bild der 80er mit dem Abstieg aus der Oberliga 1985 und anschließend auch noch aus der Verbandsliga in die Bezirksliga. Insgesamt blickt der Berger Handball auf 2 norddeutsche und 9 Niedersachsenmeistertitel im Feldhandball und 3 norddeutsche und 16 Niedersachsenmeistertitel im Hallenhandball zurück. Nicht zu vergessen die zahllosen Kreis- und Bezirksmeistertitel und diverse Pokalsiege. Walter hat auf den Stellwänden Fotos, Berichte und Erinnerungen aus 75 Jahre Handball zusammengetragen, die zur Betrachtung einladen und in eigenen Erinnerungen zu schwelgen. In der Handballblütezeit der 80er Jahre feierten wir das 50jährige Bestehen der Handballabteilung. Seitdem haben sich die Zeiten gewandelt. An die Erfolge der 80er Jahre kann man in den letzten 15 Jahren insbesondere im Jugendbereich nicht mehr anknüpfen. Die Auswahl an alternativen sportlichen Betätigungen wie auch allgemein die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung haben immens zugenommen. Vielleicht liegt es auch daran, das die Jugendlichen oftmals nicht mehr bereit sind, sich innerhalb der Mannschaft zu integrieren, zu engagieren und auch mal auf andere Aktivitäten zu verzichten. Vor diesem Hintergrund ist es gar nicht hoch genug zu bewerten, das auch heute noch (mit insgesamt 20 Mannschaften) alle Altersgruppen im Spielbetrieb der Handballabteilung vertreten sind und auch durchaus Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene erzielen. Ich denke dieser Ausspruch charakterisiert den Berger Handball sehr gut. Was auch „typisch“ ist für den Berger Handball ist, das wir gerne mit einem gepflegten Bier anstoßen. Daher möchte ich nun doch auf die Definition des Dudens zu dem Begriff Kommers zurück kommen und das Glas auf 75 erfolgreiche Jahre Berger Handball erheben. Prost. Und einen schönen Tag. Thorsten zur Kammer |